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Nun sind sie eine große, freundliche Familie, die sich für einander freuen und miteinander fühlen können. Dabei haben sie erst vor kurzem die schlimmsten Zeiten ihres Lebens erlebt. Manche Kinder wurden von ihren Eltern verlassen, andere sind verwaist. Schwester Oksana erinnert sich noch sehr gut an eine Geschichte, die sich vor 10 Jahren ereignete, als eine Mutter ihre Kinder abgegeben hat. Schwester Oksana: „Es war so schwer, als die Mutter ihre Kinder zu der Behörde brachte. Ich weiß selbst was das Wort „Mama“ bedeutet und so war es unwahrscheinlich belastend für mich, diese Situation miterleben zu müssen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass Mütter ihre Kinder bei der Behörde gelassen haben, ohne zu wissen, mit wem sie es zu tun haben.“
Die Kinder hatten Angst und haben geweint, als sie zu einem unbekannten Ort gebracht wurden. Aber ihre Ängste gehörten bald der Vergangenheit an; ein neues, sorgenfreies Leben begann. Heute sind sie stolz auf ihr Zuhause und auf ihre Geschwister, die sich um sie sorgen. Aber am meisten sind sie stolz auf ihre liebevolle Mütter Oksana und Tatjana. Marina: “Als ich von meinen Eltern getrennt wurde, bin ich mit dem Auto ins Heim gefahren und habe während der ganzen Fahrt geweint, weil ich wusste, dass ich ins Heim fahre und auch schon gehört hatte, wie schlimm es dort sein kann. Aber als wir ankamen, habe ich gesehen, dass die Kinder hier gutherzig und gläubig sind und ich spürte, dass sie eine sehr gute Familie sind.“ Die Nonnen suchen die Kinder nicht aus. „Es gibt kein Casting“, erklären die Erzieherinnen. Alle Kinder die von der Administration (ein sozialer Dienst, der sich um Minderjährige kümmert) geschickt wurden, wurden aufgenommen. Das Wichtigste ist, dass Geschwisterkinder nicht getrennt werden. Tanja: “Valentin, Klammere sich mit dem Hand an“ .Eins,zwei,drei…Schaut mal an Die Kinder verbringen viel Zeit zusammen; sie spielen, lernen und treiben gemeinsam Sport. Sie helfen auch beim Kochen und Putzen, aber am liebsten malen sie. Schwester Tatjana bemerkt, dass die Kinder in letzter Zeit mit bunten Farben malen und besonders oft grün wählen – die Farbe, die für das Leben steht. Viktoria: "Engel sind sehr wichtig hier, denn sie fliegen über die Stadt und bringen sie zum Leuchten." Die Kinder glauben, dass Engel ihre Wünsche wahr werden lassen. Häufig wünschen sie, dass sie gute Schüler sind und dass ihre Mütter stolz auf sie sind. Jeder möchte später an der Universität studieren und eine eigene Familie gründen. Natalka Foljovtschuk Vadym Lytvyn „24 Hours“ TONIS TV
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